Startseite Poker Strategien
Das Poker Institut vertritt die Auffassung, dass jede weitere Information, die einem Pokerspieler vorliegt, zu einem besseren Spiel führt. Diese Poker Strategie Sektion soll Ihnen möglichst viele Informationen und Grundlagen zur Verfügung stellen, um Ihr Spiel zu verbessern.
Diese Übersichtsseite soll einen Leitfaden bieten, um die Inhalte dieser Poker-Strategie-Sektion übersichtlicher darstellen zu können. Unter den Oberbegriff “Poker Strategie” zählen hier auch die Grundlagen und Regeln der einzelnen Spielvarianten, da sie Grundlage aller weiterne strategischen Prinzipien sind.
Die Unterpunkte auf der rechten Seite sind bereits inhaltlich sortiert. Bei schematischer Abarbeitung von oben nach unten werden alle Aspekte der entsprechenden Pokervariante, von den Grundlagen wie Regeln. bis hin zu fortegeschrittenen Poker Strategien, erläutert.
Poker Strategien und Wahrscheinlichkeiten
Hier werden spieltheoretischen Aspekte des Pokers ausführlich behandelt, dazu zählt auch eine mathematische Einführung in die Wahrscheinlichkeitsrechnung, die für den ambitionierten Spieler unerlässlich ist.
Viele Spieler vermeiden oft die Konfrontation mit den mathematischen Grundlagen, und begnügen sich mit einer groben Kenntnis der Verteilungen aus Tabellen Poker Strategien sind sehr komplex und deswegen gibt es verschiedenste Ansätze.
No-Limit Texas Hold’em Strategie für niedrige Limits
Bei dem Spiel in niedrigen Limits, die Anfäger bevorzugen (sollten), greifen die allgemeinen Poker Strategien, aus Büchern etc., nicht. Hier wird einen Strategie besprochen, die ein gewinnbringendes Spiel garantiert. Jedoch braucht man dazu eine Menge Disziplin.
Dabei gehen wir auf die Eigenheiten der Spieler im niedrigen Limit Bereich ein. Seien Sie nicht einer der Fische, sondern lesen Sie hier wie die Sharks an diesen Tischen spielen. Die wenigen Grundregeln sind selbst von Anfängern sofort zu verstehen und umzusetzen.

Starthände
In diesem Artikel werden wir ausgewählte Starthände besprechen. Dafür haben wir 5 Gruppen gebildet: hohe Paare, kleine und mittlere Paare, zwei hohe Karten, suited connectors (2 aufeinanderfolgende Karten in gleicher Farbe) und hoch-tief suited (eine hohe Karte und eine kleine Karte in der gleichen Farbe).
Gruppe 1 - hohe Paare
Ein Paar Jungen (Jacks) oder höher ist eine exzellente Starthand. Die Chance nach dem Flop ein Set (Drilling mit PocketPair) zu bekommen liegt bei knapp 12%. Außerdem besteht auch eine gute Gewinnchance, wenn man den Flop verpasst und dieser nur kleinere Karten zeigt (= OverPair). Generell gilt, dass man hohe Paare aggressiv verteidigen sollte, aber bei gefährlichem Board (Gemeinschaftskarten), wie z.B. 3 Karten einer Farbe oder offensichtliche Straight-Gefahr, ist selbst ein hohes PocketPair nicht mehr so stark.
Gruppe 2 - mittlere und kleine Paare
Starthände wie 2-2, 6-6 oder auch 8-8 sind in Texas Holdem nicht einfach zu spielen und es gibt viele Gespräche unter Spielern darüber, wie man sie am Besten spielt. Während man hohe Paare (siehe Gruppe 1) durchaus als made hands (fertige Hände) einstufen kann, entsprechen mittlere und kleinere Paare eher drawing hands (unfertige Hände). Die Chance auf ein Set (Drilling mit PocketPair) mit dem Flop liegt bei knapp 12% bzw. 8 zu 1, d.h. in 9 Situationen bekommt man einmal das Set. Um diese Paare profitabel zu spielen, braucht man also mehrere Gegner. Anders ist die Situation im Heads-Up, d.h. man spielt nur gegen einen Gegner. Wenn der Gegner selbst kein Paar sondern "nur" 2 OverCards (jede Karte höher als dein Paar) hält, kommt es zu der, im Fernsehen oft gesehenen, knappen Münzwurfentscheidung (50-50).
Gruppe 3 - zwei hohe Karten
Zwei hohe Karten offsuited (unterschiedlicher Farbe) sind für gewöhnlich eine spielbare Hand, aber keine sehr gute Hand. Während A-K (offsuited) fast immer und aus jeder Position gespielt werden sollte, ist K-10 (offsuited) oftmals wegzuschmeissen. Das gilt insbesondere dann, wenn man in Early oder auch Middle Position sitzt oder vor einem schon erhöht wurde.
Wenn deine Karten suited sind, d.h. zwei Karten von derselben Farbe, kann man auch mal aus Middle Position spielen. Starthände wie K-Q (suited) oder K-J (suited) sollten aus jeder Position gespielt werden, bei einer Erhöhung wird es etwas schwieriger. Schaue dann wie viele Gegner dann noch mitgehen bzw. mitgehen werden (soweit man das einschätzen kann). Je mehr Gegner dabei sind, desto höher ist deine Bereitschaft zu callen. Aber denke immer daran, die Chance auf einen Flush (nach dem River) mit 2 Karten gleicher Farbe nicht zu überschätzen. Diese liegt nämlich nur bei 5,77 %.
Gruppe 4 - suited connectors
Unter suited connectors versteht man zwei aufeinanderfolgende Karten in der gleichen Farbe. Eine Starthand wie 9-10 (suited) ist gerade einmal mittelmäßig und sollte weder aus Early Position, noch bei einer Erhöhung gespielt werden. Es gilt hier wieder die Warnung, dass man die Chance auf einen Flush mit 2 gleichfarbigen Karten nicht überschätzen sollte (tatsächlich bei 5,77 %). Auch verschlechtern sich die Chancen auf einen Straight erheblich, wenn man anstatt 9-10, z.B. 8-10 hält. Suited connetors werden umso stärker, je mehr Spieler am Pot beteiligt sind (multiway pot). Grund dafür sind die steigenden Pot Odds (vgl. Pot Odds und Outs).
Gruppe 5 - Hoch-tief (suited)
Ein Ass oder ein König mit einer kleinen Karte von gleicher Farbe ist vergleichbar mit Gruppe 4 und sollte auch so gespielt werden. Man sollte sich aber vor Augen führen, dass je weniger Spieler (weniger als 6) am Tisch sitzen, ein Ass umso stärker wird. Das kommt daher, dass die Chance auf ein weiteres Ass unter den Spielern (in den PocketCards) geringer wird. Zum Beispiel ist ein Ass im Heads-Up, unabhängig von der Beikarte, sehr stark.
Seven-Card Stud ist eine klassische Stud-Variante für zwei bis acht Spieler und war für lange Zeit die weltweit beliebteste Pokerform mit vielen Anhängern. Neben Texas Hold'em und Omaha ist diese Variante heute die am meisten verbreitete Art des Poker-Spiels und wahrscheinlich eine der kompliziertesten.
Das neuere Texas Hold'em hat jedoch dem Seven-Card Stud mittlerweile den Rang abgelaufen und wird heute als das allgemeine Standardpokerspiel gesehen. Während Texas Hold'em durch die Vermarktung allgemein populär ist und ein gutes Zuschauerspiel darstellt, entscheiden sich gerade die hard-nut players für Seven-Card Stud. Die Stud-Variante Seven-Card Stud hat sich während des amerikanischen Bürgerkriegs aus dem älteren und kaum noch gespielten Five-Card Stud entwickelt und dieses mittlerweile bei weitem an Beliebtheit überholt.
Wie es spezifisch für Stud-Poker ist, bekommt jeder Spieler verdeckte und einige offene Karten. Aus diesem Grund wird Stud-Poker allgemein auch als Offenes Poker bezeichnet. Seven-Card Stud verbindet mit drei verdeckten und vier offenen Karten Überraschungselemente von Draw-Poker (Verdecktes Poker) mit den zusätzlichen Informationen der bis zu vier offenen Karten, die man als Spieler haben kann. Seven-Card Stud ist ein Gedulds-, Gedächtnis-, und Strategiespiel welches sehr fordernd ist und allgemein als das langsamste Pokerspiel gilt. Die Überlegenszeit der Spieler ist teilweise recht lang, was zu einem ziemlich zähen Spielverlauf führen kann, aus diesem Grund scheint Seven-Card Stud nicht so sehr für Online-Poker geeignet zu sein, wie etwa Texas Hold'em und Omaha.
Beim Seven-Card Stud gibt es nur äußerst wenige Top-Spieler, sie haben jedoch eines mit den Anfängern gemeinsam – sie lernen immer noch. Im Vergleich zu Texas Holdem und Omaha Poker wird Seven Card Stud nur mit einer Limit Option gespielt. Es gibt keine Pot Limit oder No Limit Option.
Worin liegen die entscheidenden Unterschiede im Vergleich zum Texas Hold'em?
1. Beim Seven Card Stud gibt es keine Community-Cards – hier entscheiden die Blätter der Spieler die Rangfolge der Aktionen.
2. Jeder Spieler muss zunächst einen Eröffnungseinsatz (Ante) leisten und bekommt dann zwei verdeckte (pocket cards) und eine offene Karte (door-card). Der Ante ist ein erzwungener geringer Grundeinsatz, den jeder Spieler vor jeder Runde zu entrichten hat. Mit dem Ante wird anstatt der von anderen Pokervarianten bekannten Blindstruktur, so der Anfangspott zusammengestellt, z.B. $1 in einem $10/$20-Spiel.
3. Seven-Card Stud hat, anders als die vier beim Hold'em, insgesamt bis zu fünf Wettrunden.
4. Anders als beim Texas Hold'em, wo die Position sich in der ganzen Partie nicht verändert, kann sie beim Seven-Card Stud von Bietrunde zu Bietrunde wechseln.
5. Beim Seven-Card Stud muss man sich an die gefoldeten upcards erinnern.
6. Beim Seven-Card Stud ist die Spieleranzahl auf maximal acht begrenzt.
7. Beim Seven-Card Stud gibt es keinen Vorteil aufgrund der Position bevor die Karten ausgeteilt sind. Die Hand bestimmt, wer zuerst und zuletzt in jeder Bietrunde agiert.
8. Beim Seven-Card Stud gibt es einen größeren Kurzzeit-Glücksfaktor, was aussagt, dass die Standardabweichung größer ist und dadurch ein größeres bankroll ermöglicht wird.
Spiele um Spielgeld sind sehr beliebt im Internet. Es sind meist Pokerspiele, bei denen kein echtes Geld eingesetzt wird, sondern mit und um virtuelle Pokerchips ohne monetären Wert gespielt wird. Es gibt viel mehr Spielgeld-Spieler als Echtgeld-Spieler, da es sich nämlich hierbei um eine kostenlose Unterhaltungsform handelt. Die meisten Spielgeld-Spieler spielen Poker um entweder sich die Zeit zu vertreiben oder um Poker zu lernen.
Spiele um Spielgeld können sehr viel Spaß machen, jedoch helfen sie einem Pokerspieler nur sehr, sehr wenig dabei seine Fähigkeiten weiter zu verbessern. Spiele um Spielgeld sind allgemein für zwei Dinge sinnvoll:
• Um das Spiel und die Regeln kennen zu lernen.
• Um sich an die Pokersoftware zu gewöhnen.
Spielgeld-Spiele sind nicht hilfreich, wenn man seine Pokerfähigkeiten verfeinern will. Wenn man lernt in Spielgeld-Spielen gut zu spielen, dann wird es einem nur dabei helfen weiterhin Spielgeld-Spiele zu schlagen. Die Fähigkeiten, die man am Spielgeldtisch erlernt, können einem vielleicht auch am Echtgeldtisch weiterhelfen, aber die Gefahr schlechte Angewohnheiten aufzuschnappen ist viel zu groß. Dies kann dazu führen, dass sich das Können an den Echtgeld-Tischen verschlechtert und man echtes Geld verliert.
Spielgeldspieler tendieren dazu fast jedes Blatt zu spielen. Sie schauen sich fast immer den Flop an, da es sie ja nichts kostet. Sie spielen ja nur um Spielgeld und können nichts verlieren. In solch einem Umfeld zu gewinnen ist sehr leicht. Man kann sich einfach viele Flops anschauen und darauf hoffen irgendwann das beste Blatt zu floppen. Und da man ja mit Sicherheit "bezahlt" wird, wenn man das beste Blatt hat, lohnt es sich auch spielgeldtechnisch viele Hände zu spielen.